Therapiemethode

Ich bin Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision im Fachspezifikum der Individualpsychologie. Die Individualpsychologie ist eine tiefenpsychologische psychodynamische Methode der Psychotherapie und wurde von Alfred Adler begründet.

In der Individualpsychologie versteht man den Menschen als unteilbare Einheit von Körper, Geist und Seele, somit ist jeder Mensch individuell. Die Persönlichkeitsentwicklung des Individuums sowie deren Lebensgestaltung werden durch die Erfahrungen der frühen Kindheit geprägt.

Ein bedeutsames Element des individualpsychologischen Denkens stellt die Annahme eines Unbewussten dar. Diese unbewussten Prozesse werden als maßgeblich für das Erleben und Verhalten gesehen. In der Individualpsychologie steht nicht nur die unbewusste Ursache als wesentliches Element zum Verständnis des Erlebens und Verhaltens im Fokus, sondern auch das unbewusste Ziel und deren Zweck. Handlungen des Individuums sind demnach immer ziel- und zweckgebunden.

Einen zentralen Baustein der individualpsychologischen Theorie stellt die Dynamik zwischen unbewussten Minderwertigkeitsgefühlen und dem Streben nach deren Überwindung dar. Minderwertigkeitsgefühle sind per se nichts Schlechtes, sondern fungieren als Motor zur Entwicklung. Sie dienen dem Streben nach sozialer Gleichwertigkeit und einer wertschätzenden Zugehörigkeit sowie der konstruktiven Teilnahme an der Gemeinschaft.

Nach dem individualpsychologischen Verständnis entsteht seelisches Leiden und Krankheit aus unbewussten Gefühlskonflikten und/oder frühen Beziehungsmustern vor allem dann, wenn die gesunde Entwicklung dadurch nachhaltig beeinträchtigt wurde.

So wie Adler schon sagt: „Das menschliche Seelenleben ist kein Sein, sondern ein Werden.“

 

Schwerpunkte

Ich arbeite im Einzel-Setting, unter anderem mit folgenden Problembereichen:

  • Ängste, Angststörungen, Panikattacken, soziale Ängste, Zwänge
  • Übermäßige Belastung, traumatische Belastungen, Krisensituationen
  • Manie
  • Depressionen, Lustlosigkeit, Gefühl von Sinnlosigkeit, Trauer
  • Gefühl des Ausgebrannt-Seins, Überforderung
  • Stimmungsschwankungen
  • psychosomatische Beschwerden:
  • körperliche Symptome ohne medizinische Ursache
  • Schlafstörungen, muskuläre Verspannungen und psychogene Schmerzen
  • innere Unruhe und Getriebenheit
  • Unfähigkeit zur Ruhe kommen zu können
  • Selbstwertprobleme
  • Konzentrationsschwierigkeiten, Denkstörungen
  • Störungen in zwischenmenschlichen Beziehungen, Kontaktstörung
  • Essstörungen wie Bulimie, Anorexie und Binge Eating Disorder (Esssucht)
  • Verhaltenssüchte wie Spielsucht, Mediensucht oder Arbeitssucht
  • Veränderungen in der Wahrnehmung
Verena Manhart, BA pth. - Psychotherapie 1220 Wien - Schwerpunkte
Verena Manhart, BA pth. - Psychotherapie 1220 Wien - Erstgespräch

Erstgespräch

Das Erstgespräch steht am Beginn einer Therapie und beinhaltet das erste Aufeinandertreffen zwischen Therapeut und Hilfesuchendem. In diesem ersten Kennenlernen ist es wichtig festzustellen, ob die Chemie stimmt. Sie sollten sich bei mir also wohl und aufgehoben fühlen, um eine konstruktive arbeitsfähige und vertrauensvolle Beziehung eingehen zu können. Die Beziehung ist ein großer Wirkfaktor für das Gelingen einer Psychotherapie.

 

Verständlicherweise ist das Erstgespräch auch mit einer gewissen Aufregung verbunden, vor allem für Personen die noch keine Therapieerfahrung haben. Ungewissheit macht den meisten Menschen Angst, Sie fragen Sich vielleicht was Sie erwartet, daher möchte ich Ihnen die Angst nehmen und Orientierung geben:

  • Im Erstgespräch machen Sie die Erfahrung, wie eine Therapieeinheit ablaufen kann,
  • welches Anliegen Sie zu mir führt und ob ich die geeignete Wahl bin,
  • welche Erwartungen Sie an eine Therapie haben und was Ihre Ziele sind.
  • Ebenso erhalten Sie Informationen zu den Rahmenbedingungen (Verschwiegenheitspflicht, Methode, Setting, Sitzungsfrequenz, Kosten, Absageregelung).

Bis ein verbindliches psychotherapeutisches Arbeitsbündnis entsteht, können bis zu vier weitere Sitzungen notwendig sein.

Es herrscht freie Therapeutenwahl, d. h. sollte sich herausstellen, dass Sie nicht mit mir arbeiten können, sollte das zwischen Therapeut und Patient abgeklärt werden und eine mögliche Überweisung an einen anderen frei wählbaren Psychotherapeuten erfolgen.

Wenn Sie noch genauere, allgemeine Informationen zum Ablauf einer Psychotherapie haben wollen, können Sie hier nachsehen Weitere Informationen

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Heilverfahren zur Behandlung von seelischen Leidenszuständen. Ziel einer Therapie ist es „bestehende Symptome zu mildern oder zu beseitigen, Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die Reifung, Entwicklung und Gesundheit des Behandelten zu fördern“ (Quelle: Rechtsinformation des Bundes – Psychotherapiegesetz).

Neben der Fachlichkeit des Psychotherapeuten spielt die Beziehung zwischen diesem und dem Patient eine essentielle Rolle. Psychotherapie kann bei

  • körperlichen Erkrankungen ohne organische Ursachen,
  • individuellen Leidensdruck,
  • innerer Unruhe und Konflikten

und diversen anderen Symptomen den Heil- oder Linderungsprozess unterstützen. Generell können Leidenszustände, Krankheiten und Symptome als Ursache bzw. als Ausdruck eines seelischen Ungleichgewichts gedeutet werden.

In der Psychotherapie werden basierend auf wissenschaftlich fundierten Behandlungstheorien, bezugnehmend auf die Themen und Probleme der PatientInnen, psychotherapeutische Interventionsmethoden und Techniken zur Krankenbehandlung eingesetzt.

Mehr Informationen zur Psychotherapie habe ich für Sie auf folgender Seite zusammengestellt: Mehr Informationen über die Psychotherapie

Verena Manhart, BA pth. - Psychotherapie 1220 Wien - Was ist Psychotherapie

Für wen ist Psychotherapie geeignet?

Generell eignet sich eine psychotherapeutische Behandlung für jeden, der freiwillig und auf eigenen Wunsch, eine Psychotherapie aufsucht. Beweggründe dafür könnten sein:

  • Der Wunsch eine akute Krise zu bewältigen,
  • innerpsychischen Leidensdruck zu reduzieren,
  • den Anforderungen des Alltags wieder gerecht zu werden,
  • sich wieder wohl fühlen,
  • oder sich einfach persönlich weiterzuentwickeln.

Menschen, die grundsätzlich eine Bereitschaft zur Veränderung zeigen und sich aktiv im Prozess mit ihrem Erleben und ihrer Gefühlswelt auseinandersetzen möchten, bringen gute Voraussetzungen zum Gelingen der Psychotherapie mit. Dieser Weg ist nicht immer einfach, lassen Sie sich nicht entmutigen, denn Veränderung ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen geschieht, er braucht Zeit und Geduld.

Die Inanspruchnahme von Psychotherapie stellt keineswegs ein Zeichen von Schwäche dar, sondern offenbart eine mögliche Ressource die eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren.

Psychotherapie muss allerdings nicht erst dann stattfinden, wenn eine psychische Störung eingetreten ist, sie eignet sich optimal, um entweder die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln oder Beratung zu spezifischen Fragestellungen des Lebens zu erfahren.